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Mietkautionsversicherung

Ein Umzug reißt meist ein tiefes Loch in die Haushaltskasse. Einen Großteil der Kosten wird durch die Mietkaution verursacht. Wird diese jedoch von einer Versicherung gestellt, entfällt die Zahlung von Bargeld an den Vermieter. Hier erfahren Sie wie das Ganze funktioniert, und wie viel Geld Sie dabei sparen können. Vergleichen Sie mit unserem Kostenrechner verschiedene Anbieter, siehe Eingabe Ihrer Kaution oben.

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Der Mieter schließt einen Vertrag mit einer Kautionskasse ab. Das Antragsverfahren kann bei den meisten Anbietern schnell und unkompliziert online durchgeführt werden. Bei einigen Anträgen – abhängig von der Kautionssumme sowie der Bonität des Antragstellers – müssen zusätzlich einige Nachweise eingereicht werden. Nach erfolgter Bonitätsprüfung mit positivem Ergebnis wird die Bürgschaftsurkunde zügig ausgestellt. Sie kann wahlweise an den Mieter oder den Vermieter versendet werden. Erhält der Mieter die Urkunde, muss er sie dem Hausherrn anschließend übergeben.

Was ist eine Mietkautionsversicherung?

Grafik zu was ist eine Mietkautionsversicherung?Die Mietkautionsversicherung ist eine moderne Alternative zur Barkaution. Sie müssen als Mieter die Kautionssumme nicht als Einmalbetrag aufbringen, sondern zahlen stattdessen einen jährlichen Beitrag an eine Kautionskasse. Der Vermieter erhält in diesem Fall kein Bargeld, sondern bekommt die Police einer Versicherung ausgehändigt. Die Versicherungsgesellschaft tritt als Bürge auf, und übernimmt im Schadensfall die Kautionszahlung an den Vermieter.

Kosten und Anbieter im Vergleich

Für die Nutzung einer Mietkautionsversicherung fällt ein jährlicher Beitrag an, der vom Mieter gezahlt wird. Für den Vermieter ist die Dienstleistung kostenlos. Die anfallenden Kosten richten sich nach der Höhe der Mietkaution die der Vermieter verlangt, dem Zinssatz des Anbieters sowie der Laufzeit. Der Zins ist wie bei einem Kredit ein jährlich zu zahlender prozentualer Anteil der Kautionssumme. Je nach Anbieter sind die Kosten unterschiedlich hoch. Am günstigsten ist derzeit die Bürgschaft des „Kautionsfuchs“ mit 4,5% pro Jahr (Stand August 2019). Eine zusätzliche Gebühr fällt nicht an. Tipp: Nutzen Sie unseren Vergleich. Hiermit können Sie Ihren zu zahlenden Beitrag berechnen, und durch die Auswahl des günstigsten Anbieters zusätzlich Geld sparen.

Wer erhält eine Kautionsversicherung?

Ob ein Mieter eine Kautionsversicherung erhält, ist an einige Bedingungen geknüpft. Die Bonitätsanforderungen der Versicherer sind nicht ganz so streng wie bei einer Kreditvergabe. Erfahrungsgemäß erhält ein Großteil der Mieter eine Zusage der Kautionskasse. Jedoch gibt es auch strenge Ausschlusskriterien, um den Vermieter vor finanziellen Risiken zu schützen. Im Ergebnis erhalten nur Mieter eine Police, die in der Vergangenheit nicht durch Mietschulden oder sonstige Zahlungsschwierigkeiten aufgefallen sind.

Einige Ausschlusskriterien im Überblick

  • harte Negativmerkmale bei Wirtschaftsauskunfteien wie Schufa, Infoscore, usw..
  • zu niedriger Schufa-Score aufgrund hoher Zahlungsverpflichtungen
  • Mietschulden bei bisherigen Vermietern
  • Kontokündigung durch die Bank
  • eidesstattliche Versicherung
  • Privatinsolvenz
  • bestätigte Mahnverfahren / Mahnbescheide

Für welche Mieter lohnt sie sich?

Von einer Mietkautionsversicherung können prinzipiell alle Mieter profitieren. Denn die Liquidität der Umzugskasse erhöht sich in jedem Fall. Insbesondere wenn die Ersparnisse knapp sind, erweist sich die bargeldlose Mietkaution als sinnvoll. Mieter mit ausreichenden Ersparnissen sollten abwägen, ob der Liquiditätsvorteil und die anfallenden Beitragskosten in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis zueinander stehen. Die Bürgschaft kann jedoch jederzeit gekündigt, und gegen eine Barkaution eingetauscht werden. Deshalb sind die anfallenden Kosten überschaubar. Die Police bietet den Mietparteien überwiegend Vorteile. Im Zuge einer vollständigen und neutralen Darstellung gehen wir selbstverständlich auch auf die Nachteile ein.

Worauf ist beim Abschluss zu achten?

Die Mietkautionsbürgschaft bietet finanzielle Flexibilität zu einem günstigen Preis. Bei der Auswahl des Anbieters sollten jedoch einige Dinge beachtet werden. Unterschiede gibt es neben den Kosten bei der Art der Kautionsanforderung im Schadensfall. Bei einer Bürgschaft auf erstes Anfordern kann der Vermieter die Mietkaution im Schadensfall sofort ziehen. Der Mieter kann die Inanspruchnahme nur durch Vorlage rechtlich einwandfreier Beweismittel wie z.B, der Vorlage eines Gerichtsurteils für eine Mietminderung verhindern. Bei der Mietkautionsversicherung ohne diesen Zusatz reichen stichhaltige Beweismittel, wie ein Kontoauszug oder eine Handwerkerrechnung aus. Macht der Vermieter zwecks Auswahl des Anbieters keine Vorgaben, kann diese rein nach Kostenaspekten erfolgen.

Akzeptanz beim Vermieter

Ein Vermieter kann, muss jedoch keine Mietkautionsversicherung akzeptieren. Diese Regelung ergibt sich aus dem Gesetz, bzw. der Anwendung des 551 BGB in der Praxis. So müssen Wohnungseigentümer lediglich die Barkaution sowie ein an den Vermieter verpfändetes Sparbuch akzeptieren. Alle sonstigen Kautionsformen liegen im Ermessen des Vermieters. Der Mieter kann zwar eine andere Anlageform vorschlagen. Der Hausherr hat jedoch das letzte Wort.

Vertrag und Kündigung

Vertragsbeginn ist nicht wie oft fälschlicherweise angenommen der Tag der Übergabe der Bürgschaftsurkunde. Der Vertrag beginnt mit dem Datum, an dem die Urkunde ausgestellt wurde. Ab diesem Moment ist der Wohnungseigentümer gegen Schäden und Mietrückstände abgesichert. Die Vertragsbedingungen der Kautionskassen enthalten keine festen Laufzeiten oder Fristen. Sobald sich die Mietparteien darauf einigen, dass das Vertragsverhältnis enden soll, lässt sich der Bürschaftsvertrag schnell und problemlos kündigen. Der Vertrag endet mit Rückgabe der Bürgschaftsurkunde an die Kautionskasse. Voraussetzung für eine Kündigung ist die Freigabe der Mietsicherheit durch den Vermieter. Eine Mietkautionsversicherung kann während eines laufenden Mietverhältnisses sowohl abgeschlossen als auch gekündigt werden. Wird der Vertrag vorzeitig beendet, benötigt der Vermieter eine Ersatzsicherheit. Dies kann z.B. eine Barkaution oder ein Sparbuch sein.

Schadensfall

Bei offenen Ansprüchen aus dem Mietverhältnis kann der Wohnungseigentümer die Zahlung der Miet- oder Nebenkostenrückstände oder die Behebung der Schäden am Mietobjekt von seinem Mieter verlangen. Kommt dieser den Verpflichtungen nicht nach, darf der Vermieter die Mietkaution heranziehen. In diesem Fall kann der Vermieter den Bürgen in Anspruch nehmen. Bei einer Inanspruchnahme muss der Eigentümer das Schadensformular (meist erhältlich als Download auf dem Portal der Kautionskasse) ausfüllen. Zudem sind einige Dokumente vorzulegen. Hierzu gehört die Bürgschaftsurkunde, eine Kopie des Mietvertrags sowie falls vorhanden das Übergabeprotokoll der Wohnung. Der Schaden wird – insofern der Mieter keine berechtigten Einwende geltend macht – innerhalb von wenigen Tagen reguliert. Die Höhe der Auszahlungssumme entspricht der Schadenshöhe. Obergrenze ist die Bürgschaftssumme (vereinbarte Kautionssumme).

  • Timo sagt:

    Hallo,

    wir sind vor 6 Monaten aus unserer Wohnung ausgezogen, und hatten damals unserem Vermieter eine Mietkautionsversicherung übergeben. Der Vermieter möchte uns jedoch die Urkunde nicht herausgeben. Er sagt dass noch Nebenkosten ausstehen, die noch nicht abgerechnet wurden, und er die daher noch Sicherheiten braucht. Nun zu meiner Frage, da eine Beitragsrechnung für dieses Jahr aussteht: Müssen wir jetzt den Beitrag nochmal zahlen, obwohl der Mietvertrag gar nicht mehr besteht, oder können wir die Versicherung schon kündigen?

    Danke für Ihre Hilfe

    • admin sagt:

      Hallo,

      zunächst ein paar grundsätzliche Infos. Die Kautionsversicherung hat den Zweck, die Mietkaution für den Vermieter zu stellen. Sie dient als Sicherheit für die Ansprüche aus dem Mietvertrag. Dazu gehören auch die Nebenkosten. Wird die Kaution in bar hinterlegt, kann der Vermieter diese so lange einbehalten (oder zumindest einen Teil davon), bis die komplette Nebenkostenabrechnung erfolgt ist. Das kann bis zu 12 Monaten dauern. Dasselbe gilt im Prinzip für Ihre Urkunde. Der Vermieter möchte sie noch nicht herausrücken um sicher zu gehen, die Nebenkosten von Ihnen auch zu bekommen. Die gute Nachricht ist, dass Sie den Beitrag für das nächste Jahr nicht vollständig leisten müssen. Sobald der Vermieter sein Geld hat, kann der Vertrag gekündigt werden. Sie erhalten dann eine anteilige Rückzahlung.

      Was Sie noch machen könnten, ist die Kautionssumme der Mietkautionsversicherung in Einverständnis mit Ihrem Vermieter auf den noch notwendigen Betrag zu reduzieren. So wird auch Ihr Beitrag geringer.

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
      Viele Grüße

  • Gordon sagt:

    Hallo,

    wir würden unserem Vermieter gerne eine Mietkautionsversicherung hinterlegen. Ihm ist das egal, woher das Geld kommt, solange er es in bar und gleich beim Einzug bekommt. Jetzt zu meiner Frage: Bekomme ich das Geld von der Versicherung und gebe es dann an den Vermieter weiter? Oder wie genau geht das?

    Danke!

    • admin sagt:

      Hallo,

      der Vermieter erhält zu Beginn eine Bürgschaftsurkunde von der Versicherung ausgehändigt. Diese muss er zunächst nur aufbewahren. Kommt es bei Ihrem Auszug aus der Wohnung zu Mietrückständen, oder hinterlassen Sie Schäden in der Wohnung, kann der Vermieter die Bürgschaft in Anspruch nehmen. Die Versicherung gibt somit ein „Versprechen“ ab, dass der Vermieter das Geld aus seiner Mietkaution ausgezahlt bekommt, sobald er es benötigt. Läuft bei einem Mietverhältnis alles glatt, kommt es dagegen nicht zu einer Zahlung von Bargeld.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.

      Viele Grüße

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