Die in bar hinterlegte Kaution sowie die klassische Bankbürgschaft haben eines gemeinsam. Sie entziehen Ihrem Unternehmen Liquidität. Anders die moderne Gewerbe-Mietkautionsbürgschaft einer Versicherung. Sie zahlen einen niedrigen Jahresbeitrag, können jedoch dafür Ihre Barmittel sowie Ihre Kreditlinie bei der Hausbank frei verwenden. Sparen Sie zudem Beitragskosten, indem Sie unseren Vergleich nutzen.
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Inhaltsverzeichnis
Antrag stellen – so geht´s
Beantragen Sie ihre finanzielle Flexibilität schnell und unkompliziert. Stellen Sie Ihren Antrag direkt online. Folgen Sie bitte der folgenden Anleitung in vier Schritten:
- 1. Vergleichen Sie verschiedene Anbieter, und wählen Sie den günstigsten aus.
- 2. Wechseln Sie über den roten Button in der Tabelle rechts zur Webseite der gewünschten Kautionskasse.
- 3. Füllen Sie dort den Antrag online aus, und reichen Sie folgende Dokumente mit ein:
- 4. Bei positivem Ausgang der Bonitätsprüfung erhalten Sie die Bürgschaftsurkunde, welche Sie anschießend Ihrem Vermieter übergeben.
Dokumente und Nachweise
Für die Antrags- und Bonitätsprüfung reichen Sie bitte die folgenden Dokumente ein:
- vollständig ausgefüllter Antrag
- Mietvertrag in Kopie
- Gewerbeanmeldung /- schein
- Handelsregisterauszug (gilt natürlich nur für im Handelsregister eingetragene Firmen)
- letzter Jahresabschluss
- aktuelle BWA
Voraussetzung und Bonität
Die wichtigste Voraussetzung für eine Zusage für eine Kautionsbürgschaft ist ein positives Ergebnis der Bonitätsprüfung. Daneben sind einige formelle Aspekte zu beachten, siehe folgende Auflistung:
- Volljährigkeit des Antragstellers
- Unternehmen hat Sitz in Deutschland
- deutsche Rechtsform, z.B. GmbH, KG, Gbr usw.
- Creditreform-Index, Unternehmen muss bei Creditreform registriert sein, wichtig für Bonitätsprüfung.
- der vereinbarte Beitrag wird geleistet
- Sicherheiten: normalerweise keine, eventuell individuelle Vereinbarung bei Bürgschaftssummen im höheren fünfstelligen Bereich
Vorteile und Nachteile
Vorteile wie mehr Liquidität, ein höherer Kreditrahmen sowie bessere Startbedingungen für Existenzgründer stehen Nachteile wie regelmäßige Beitragszahlungen gegenüber. Die folgende Tabelle zeigt die Argumente Pro oder Contra Gewerbe-Mietbürgschaft auf.
Die Mietkautionsversicherung für Gewerbe
Bei den von uns angebotenen Mietbürgschaften für Gewerbe-Mietverträge handelt es sich eine so genannte Mietkautionsversicherung. Dieser Begriff ist eher aus der umgangssprachlichen Praxis entstanden. Es handelt sich hierbei nicht wie man zunächst vermuten könnte um eine normale Versicherungspolice. Die korrekte Bezeichnung des Produktes ist „versicherungsgedeckte Bürgschaft“. Kommt der gewerbliche Mieter seinen Mietzahlungen nicht wie vereinbart nach, leistet die Versicherungsgesellschaft die Ausfälle an den Vermieter. Im Unterschied zur normalen Versicherung wird bei einer Bürgschaft die Leistung lediglich vorgestreckt. Im Nachgang verlangt der Versicherer das „vorgelegte“ Geld vom Mieter zurück.
Exkurs: was ist eine Bürgschaft?Bei der Bürgschaft ist der Bürge zur Zahlung verpflichtet, wenn der Schuldner seine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllt. Die Position des Gläubigers nimmt der Vermieter ein. Schuldner ist der Mieter. Bürge ist die Versicherung oder Bank. Bleibt der Mieter Miete oder Nebenkosten schuldig, wird die vereinbarte Summe an den Vermieter geleistet.
Private und gewerbliche Mietkaution im Vergleich
Bei der Bürgschaft ist der Bürge zur Zahlung verpflichtet, wenn der Schuldner seine Verbindlichkeiten gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllt. Die Position des Gläubigers nimmt der Vermieter ein. Schuldner ist der Mieter. Bürge ist die Versicherung oder Bank. Bleibt der Mieter Miete oder Nebenkosten schuldig, wird die vereinbarte Summe an den Vermieter geleistet.
Die Rechte und Pflichten bei der Mietkaution im Gewerbe-Bereich unterscheiden sich in einigen Punkten von denen der Kaution bei privaten Mietverhältnissen. Der wichtigste Unterschied ist, dass bei der gewerblichen Mietsicherheit die Bedingungen frei verhandelt können, während es bei privaten Mietverträgen gesetzliche Vorschriften gibt.
Gerald sagt:
Hallo,
ich habe folgende Frage: unser Vermieter möchte dass wir die Kaution für unsere Gewerbe-Mieträume bei ihm zinslos hinterlegen. Also quasi in bar an ihn zahlen, und er legt das Geld dann scheinbar irgendwie an, ohne es jedoch für uns zu verzinsen. So steht es auch im Mietvertrag. Ist das eigentlich so erlaubt? Ich habe mich kürzlich rechtlich informiert. Es heisst im BGB wie folgt…
Was sollen wir tun? Wie können wir das mit dem Vermieter klären?
admin sagt:
Hallo,
leider ist es so, dass der § 551 BGB nur bei Mietverträgen für private Mietwohnungen zur Anwendung kommt. Das bedeutet: die Schutzvorschriften gelten nicht für die gewerbliche Mietkaution. Handelt es sich um ein Gewerbe, können die Mietparteien alle Konditionen frei vereinbaren. Es gilt tatsächlich das, was im Mietvertrag steht. Möchte der Vermieter keine Zinsen zahlen, und Sie unterschreiben den Mietvertrag, erhalten Sie auch tatsächlich keine Verzinsung.
Ein Tipp noch für Sie: Bestehen Sie darauf, dass der Vermieter Ihr Geld separat und getrennt von seinem übrigen Vermögen anlegt, und Ihnen das konkret nachweist. Denn gerät er aus irgend einem Grund später mal in Zahlungsschwierigkeiten, kann das auch Ihre Kaution betreffen. Wird das Vermögen des Vermieters von der Bank gepfändet, und Ihre Mietkaution befindet sich auf seinem privaten Konto, kann das Geld weg sein.
Viel Erfolg